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Die
Erfindung der Glühlampe
Um
seinem Laden in New York den nötigen Auftrieb zu verleihen,
montierte der versierte Tüftler Göbel eine Zink-Kohlebatterie auf
sein Haus und erzeugte mit dem Strom grelle Lichtbögen. Nachteilig
daran war nur, dass die Nachbarn regelmäßig die Feuerwehr
benachrichtigten, was schließlich zum gerichtlichen Verbot der
Versuche führte.
Unbeirrt davon setzte Heinrich Göbel seine Experimente, eine
dauerhaft und ausreichend lichtgebende Glühlampe zu konstruieren,
fort.
Der erste Schritt
in die richtige Richtung war das Ersetzen der metallischen Drähte
durch Kohlestäbchen.
Im Gegensatz zu Draht schmolz die Kohle wesentlich
langsamer, dennoch musste ein Weg gefunden werden, den Sauerstoffverbrauch
des Glühmittels zu minimieren.
Verschiedenste Materialien zierten
fortan seine Versuchsreihen, bis er durch Zufall auf ein verkohltes
Stück Bambus von seinem Spazierstock stieß, den er für
einen seiner Versuche angesägt hatte.
Es gelang ihm, von dem
Stück Bambus Fasern in 0,2 mm Stärke herzustellen. Ein
weiterer Schritt war der Versuch, die Bambusfasern im Vakuum zum
Glühen zu bringen.
Vertraut mit der Herstellung von Quecksilberbarometern,
konnte Göbel die Glasröhren durch Quecksilber luftleer
machen. (Die Luftpumpe wurde erst 1865 durch H. Sprengel erfunden).
1854 endlich gelang es Göbel, Glühlampen zu bauen, die
als Leuchtmittel verkohlte Bambusfasern enthielten und eine längere
Brenndauer erreichten.
Diese Lampen waren die ersten, die zu praktischen
Beleuchtungszwecken genutzt wurden, wenn auch nur innerhalb Göbels
Familie.
Mittlerweile war Göbel durch seine Experimente in
finanzielle Schwierigkeiten geraten und fuhr mit einem von Lampen
beleuchteten Fernrohr auf einem Pferdegespann durch die Straßen
New Yorks. Passanten konnten gegen ein Entgeld so den Sternenhimmel
betrachten.
Diese Glühlampen wurden von Heinrich Göbel hergestellt und lagen im Patentprozess von 1893
vor. Der
Glaskolben besteht aus einem zugeschmolzenen Eau
de Cologne- Fläschchen.
Quelle:
Verkehrsverein der Stadt Springe: Als der Welt ein Licht
aufging.
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