![]() |
|
||||
|
© 2002 |
Tilings Wirken
Reinhold Tiling wurde
am 13. Juni 1893 im fränkischen Absberg als Sohn eines Pastors geboren.
Kurz nachdem er angefangen hatte, Maschinenbau und Elektrotechnik zu studieren,
wurde er 1914 bei Beginn des Ersten Weltkrieges eingezogen. 1915 meldete
er sich freiwillig als Flieger zur neu entstehenden Luftwaffe. Tiling in Osnabrück 1926 wurde Tiling
Flugleiter auf dem Flugplatz Netter Heide in Osnabrück. Er war nach
wie vor ein begeisterter Sportflieger. 1929 stellte Gisbert Freiherr von Ledebur Tiling auf seinen Schloß Ahrenhorst in Bohmte bei Osnabrück eine Werkstatt zur Verfügung. Die ersten Vorführungen für Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung fanden im Juni 1929 mit großem Erfolg statt. Die Rakete erreichte eine Höhe von etwa 1000 Metern. Das Land Oldenburg stellte Tiling daraufhin eine größere Experimentierfläche auf der Insel Wangerooge zur Verfügung.
Seinen größten
Erfolg in der Öffentlichkeit erzielte Tiling mit dem ersten Start
einer Postrakete am 15. April 1931 auf dem Ochsenmoor am Dümmer.
Dabei wurden 188 Postkarten sicher mit seiner Rakete befördert. Bei Vorbereitungen zu einer Vorführung kam es am 10. Oktober 1933 in seiner Werkstatt zu einem tragischen Unglücksfall. Beim Pressen des Pulvers zum Füllen einer Rakete hat sich das Pulver offenbar überhitzt und entzündet. Bei der Explosion haben Reinhold Tiling, seine Assistentin Angela Buddenböhmer und sein Mechaniker Friedrich Kuhr so schwere Verletzungen erlitten, dass sie am nächsten Tag verstorben sind. Einige Jahre lang
wurde die Arbeit von Reinhold Tilings Bruder Richard fortgesetzt. Die
Versuche fanden inzwischen großes Interesse auch bei militärischen
Stellen.
|