Repowering des Windparks Bassens


Seit 2007 beschäftigt man sich mit dem Gedanken, die Altanlagen der Einzelbetreiber und die Anlagen im Windpark Bassens zu erneuern und durch leistungsstärkere WKA u ersetzen. Die Gemeinde Wangerland favorisiert ein Projekt, bei dem die Einzelanlagen stillgelegt und abgebaut werden und den Betreibern eine Beteiligung in neu eingerichteten Windparks an neuen Anlagen ermöglicht wird.

aus dem Jeverschen Wochenblatt vom September 2010

Leistung wird so gut wie verdoppelt

BÜRGERWINDPARK Altanlagenbetreiber ins Boot geholt / Standortfrage ist noch nicht geklärt


Zufriedene Gesichter im Hohenkirchener Rathaus: Vom Bürgerwindpark sollen die Wangerländer, die Gemeinde und die Altanlagenbetreiber gleichermaßen profitieren. BILDER: JÖRG STUTZ
Gemeinde Wangerland profitiert auf jeden Fall von dem Projekt.
WANGERLAND/JS - Hermann Reents brachte die Sache auf den Punkt: Mit der Unterzeichnung des Bürgerwindpark-Gesellschaftervertrags wird es für viele Betreiber mit "de Möhl up mien Land" bald vorbei sein. Bei der Vertragsunterzeichnung am Dienstag im Hohenkirchener Rathaus betonte der Geschäftsführer der Windenergie Wangerland GmbH trotzdem immer wieder die Vorteile, die der Bürgerwindpark auch für die Altanlagenbetreiber mit sich bringe. Mit dem Projekt sei ein "wirtschaftlieher Anreiz" und damit eine langfristige Existenzsicherung gegeben, begründete Reents seine Zustimmung zu dem Übereinkommen, das nach langen Verhandlungen mit der Gemeinde zustande gekommen war.
Eine "möglichst rechtssichere Planung" in Sachen Windenergie sei nur möglich, wenn mit den Altanlagenbetreibern ein größtmöglicher Einklang herrsche, stellte Bürgermeister Harald Hinrichs klar. Dieser Einklang ist mit dem Vertrag nun offensichtlich gegeben.
Mit den Unterschriften ihrer Vertreter verpflichten sich die Besitzer von insgesamt 41 Einzel-Windkraftanlagen, diese Anlagen abzubauen. Sozusagen als Gegenleistung dürfen sie sich zu 50 Prozent an dem geplanten Bürgerwindpark Wangerland beteiligen.
Vier Betreiber mit insgesamt acht Windkraftanlagen beteiligen sich nicht an der neuen Gesellschaft. Diese haben laut Hinrichs "selbstverständlich Bestandsschutz". Aber, so der Bürgermeister: "Sie kommen auch nicht in den Genuss des Repowering", das heißt, sie dürfen ihre alten Anlagen nicht durch neue, leistungsstärkere Windräder ersetzen.
Für die zu demontierenden 41 Altanlagen (Gesamtleistung: 16 Megawatt) soll in dem Bürgerwindpark hingegen "gut das doppelte an Leistung aufgebaut werden", so Gitta Heitmann, die mit Manfred Meinen (beide Geschäftsführer der Gemeindewerke Wangerland und der Verwaltungsgesellschaft Windenergie Wangerland GmbH) mit dem Bürgermeister ihre Unterschriften unter das Vertragswerk setzte.
Hinrichs und Reents wiesen auf die Pionierleistungen vor allem wangerländischer Landwirte in Sachen Windenergie hin. Nachdem vor gut 20 Jahren die ersten Anlagen gebaut worden waren, entschloss sich die Gemeinde 1995 gegen den weiteren "Wildwuchs" (Reents}. In Bassens wurde Deutschlands erster Windpark errichtet. Auch um die bereits vorhandene "Verspargelung" der Gemeinde durch einzelne Windkraftanlagen wieder rückgängig zu machen, hatten sich Politik und Verwaltung lange um die Schaffung eines Bürgerwindoarks bemüht.
Von dem Projekt sollen aber auch die Gemeinde und die Wangerländer selbst profitieren. "Da wo Bürgerwind-park draufsteht, muss auch Bürgerwindpark drin sein", betonte Harald Hinrichs. Ein Bürger- und ein kommunaler Anteil von zusammen 50 Prozent an einem solchen Vorhaben sei "bisher einmalig". Doch egal, wer an dem Bürgerwindpark verdient: Durch die Gewerbesteuer, den Anteil an der Einkommenssteuer und durch die direkte Beteiligung soll die finanziell arg gebeutelte Gemeinde in jedem Fall profitieren.
An welchen Standorten der Windpark entstehen soll, steht noch nicht fest. Erst, wenn die Ergebnisse der vor zwei Jahren in Auftrag gegebenen Flächenpotential-Studie vorliegen, soll die Bauleitplanung anlaufen. Hinrichs hofft, dass dies "noch in diesem Jahr" sein wird.
Wie sich die 50-prozentige Beteiligung auf die Gemeindewerke Wangerland und auf die Bürger verteilt, steht noch nicht fest. Um den Umfang der direkten Bürgerbeteiligung auszuloten, können Wangerländer ihr Interesse schon einmal formlos der Verwaltung mitteilen. "Die Bürger wissen, dass Windenergie eine lohnenswerte Sache ist", so Hinrichs, der jedoch keine konkreten Angaben zur zu erwartenden Rendite machen konnte. Jedoch hat der Bürgermeister von einigen Kommanditisten der Windparks Bassens l und 2 gehört, dass diese "bisher recht zufrieden sind".
Aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 3. August 2011

Landkreis Friesland

Bekanntmachung des Landkreises Friesland Bekanntmachung nach dem Bundes-lmmissionsgesetz
Öffentliche Bekanntmachung nach 21 a der 9. BlmSchV über die Erteilung einer Genehmigung nach 4 BlmSchG.
Auf Antrag vom 6. Juli 2013 der Trägerin des Vorhabens gebe ich gemäß 21 a der 9. BlmSV die Entscheidung über den Antrag auf Genehmigung nach 4 BlmSchG Öffentlich bekannt.
1. Genehmigungen
Der Landkreis Friesland hat der Firma Windpark Bassens 1 GmbH S Co. KG, Bassens 4, 26434 Wangerland mit Datum vom 21. Mai 2013 zehn Genehmigungen nach 4 i. V. m. 19 BtmSG mit folgendem verfügenden Teil und folgender Rechtsbehelfsbelehrung erteilt:
1. WindenegieanlageWEA 01 Verfügender Teil
Ich erteile Ihnen die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb der Windenergieanlage WEA 01 und den dazugehörenden Fundamenten, den erforderlichen Erschließungswegen, Verkabelung und dem Aufstellen der zugehörigen Übergabestation nach Maßgabe dieses Bescheides und mit den unter l. aufgeführten Nebenbestimmungen, unbeschadet der Rechte Dritter auf dem Grundstück in 26434 Wangerland, Gemarkung Hohenkirchen, Flur 9, Flursstück 14/2. Die installierte Nennleistung beträgt 3,0 MW. Rechtsbehelfsbelehrung
Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erheben. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift beim Landkreis Friesland, Lindenallee 1,26441 Jever, einzulegen...
...Ende der Auslegungsfrist, 14. August 2013
Auszug aus dem Jeverschen Wochenblatt vom Juli 2013


Neue Windräder kommen

ENERGIE Siemens liefert Anlagen in Bassens' Park


Aufnahme vom 30.7.2012 Heino Harms
34 alte Anlagen kommen weg. Dafür werden zehn neue auf das Gelände gesetzt. Investition von 42 Millionen Euro.
VON JULIA GRIMM
WANGERLAND - Der Windpark in Bassens wird auf den neuesten Stand gebracht. 37 Windräder stehen derzeit noch auf dem Gelände in der Nahe von Hohenkirchen. Das soll sich jetzt ändern: Zehn neue Windräder kommen an den Platz der 34 Altanlagen. Die Firma Siemens gab gestern die Lieferung für die Windpark Bassens GmbH & Co KG bekannt. Startschuss für den Bau ist noch in diesem Jahr. "Ab September werden die alten Anlagen abgebaut", sagt Johann Ortgies, der gemeinsam mit Johann Dirks Geschäftsführer des Windparks ist. Der Zeitplan für das Repowering steht: Ab Mitte Oktober soll mit der Montage der Anlagen begonnen werden. Als Ziel hat sich die Gesellschaft Anfang 2014 gesetzt.
Bis dahin sollen alle Anlagen laufen. Beim Repowering werden auf der gleichen Fläche die Windenergieanlagen modernisiert, wodurch die Leistung des Windparks gesteigert wird. Ortgies ist zuverlässig, dass sie den Zeitplan einhalten können. 42 Millionen Euro investiert die Firma in das Projekt. Für die Modernisierung des Windparks gibt es keine Zuschüsse vom Staat. "Das ist wohl eine der größeren Investitionen im Wangerland", sagt Johann Ortgies.

Windräder von 1996

Der Windpark Bassens entstand 1996 und ging 1997 ans Netz. Damals wurden 34 Windräder mit einer Leistung von jeweils 600 Kilowatt pro Stunde aufgestellt. Ein Haushalt mit drei Familienmitgliedern verbraucht pro Jahr durchschnittlich etwa 4000 Kilowattstunden (kWh). Die alten Windräder leisteten insgesamt 20 400 kWh.
2006 wurde der Windpark aufgestockt. Drei weitere Anlangen kamen hinzu, die zusammen eine Leistung von 4000 Kilowatt Strom produzierten. Die Zahl der Anlagen wird jetzt verringert. Zehn neue Windräder ersetzen die 34 alten Anlagen. Dann werden noch 13 Windräder auf dem Gelände stehen - jedoch in anderer Formation als bisher. Dabei bleiben die drei Enercon-Anlagen von 2006 bestehen. Der Windpark Bassens bleibt bei der Firma Siemens. Die alten Anlagen wurden von dem gleichen Unternehmen errichtet. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte sich die Gesellschaft zwischen den Mitbewerbern für Siemens entschieden. Der Umbau einiger Wege auf dem Windparkgelände läuft seit Mai dieses Jahres.

Doppelte Leistung

Alle Windräder können künftig 36 000 Kilowatt Strom erzeugen. 20 000 Haushalte könnten nach Angaben von Siemens mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Das wäre die volle Auslastung der Windräder. Im Durchschnitt würden die neuen Windräder 50 Prozent leisten, erklärt Johann Ortgies. Die alten hätten 26 Prozent produziert, wodurch sich die Leistung fast verdoppele.

Die Bauhöhe bleibt

Die Fläche des Windparks verändert sich nicht. Sie bleibt bei 170 Hektar Land, was einer Größe von 238 Fußballfeldern entspricht. Eine Veränderung gibt es aber beim Anblick des Windparks. Derzeit sind die alten Anlagen von 1996 noch 77 Meter hoch. Die drei neueren Windräder haben bis zum Rotorenblatt schon eine Höhe von 150 Metern. Die zehn neuen Anlagen werden die gleiche Bauhöhe haben.
"Das Landschaftsbild würde sich dadurch vereinheitlichen", sagt Johann Ortgies. Damit sind die Windräder aber noch nicht so hoch wie die 2012 errichteten Anlagen bei Sande. Diese messen bis zur nach oben stehenden Rotorspitze 185 Meter. Der Strom aus Windenergie wird ab 2014 über das Umspannwerk in Hohenkirchen in das öffentliche Netz eingespeist.
Aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 19. Juli 2013

repower Karte
Standorte der 3 E82 und der 10 neuen 3 MW Anlagen von Siemens im Windpark Bassens
Grafik Heino Harms

 
Zunächst werden die bestehenden Wege ertüchtigt und Kurven verbreitert.

Der Stellplatz für den 500 Tonnen Kran wird hergerichtet.
 
14m bis 22m lange Pfähle aus Stahlbeton liegen zur Pfahlgründung bereit und werden von der Dampframme versenkt.

Die Kanthölzer qualmen, der Boden bebt und es liegt Brandgeruch in der Luft, wenn die Pfähle festen Untergrund erreichen.
 
Je nach Untergrund stehen die 36 Pfahlstützen unterschiedlich hoch aus der Erdoberfläche. Anschließend wird die Erde ausgebaggert.
 
Die Baugrube für das Fundament ist ausgehoben und muss trocken gehalten werden.
 
Der Mini - Bagger macht die Feinarbeiten in den Zwischenräumen.

Die Pfähle werden geköpft und entsorgt, dann wird die Bodenplatte gegossen. In der Mitte erkennt man die Kabelschächte, in denen später der Strom unter der Platte hindurch nach außen zum Transformator abgeleitet wird.
 
Das Stahlmattengeflecht wird eingesetzt, verflochten und anschließend mit Fertigteilen eingeschalt.
 
2 - 3 Stahlkränze schaffen die Zeitarbeiter an einem Tag zusammenzubauen. Mit dem Kran wird der Stahlkoloss eingesetzt.
 
70 Wagenladungen Beton werden über die Pumpe ins Fundament befördert und verteilt.
 
Mit Schaufeln und einer Rolle wird die Betonoberfläche geglättet und abgezogen. Nun ist das Fundament für die Windkraftanlage gegossen und muss einige Wochen aushärten.

Abbau der Altanlagen:


 
Die erste alte Anlage ist abgebaut und liegt zum Abholen bereit.
 
Die demontierte Gondel und die Flügel werden auf Kanthölzern aufgebockt und zum Abtransport vorbereitet.
 
Am 11. Oktober ist die zweite Anlage zerlegt und an der dritten Anlage rückt der Kran an. Monteure sind dabei die Stromleitungen weiterer Anlagen zu trennen.
 
Ein Monteur löst die letzten Muttern an der Nabe, dann zieht der Kran die Rotorblätter ab.
 

 

 
Die Rotorblätter werden gekippt und auf Holzböcken abgelegt. Eine Blattspitze weist Schmauchspuren auf (vermutlich Folge eines Blitzschlages).
Diese Anlage war die erste, die 1996 aufgebaut wurde und in Betrieb ging. Nach 17 Jahren ist ihr Dienst hier zu Ende und wird entweder verschrottet oder im nächsten Jahr ihren Dienst an einem osteuropäischen Standort wieder aufnehmen.
Am 18. Oktober 2013 sind damit die ersten 5 Anlagen der alten AN-Bonus abgebaut.
 
In Hohenkirchen wird zur gleichen Zeit ein neues Gebäude am Umspannwerk errichtet.
 
Nachts rollen die Transporte mit den neuen Turmteilen und Transformatoren von Siemens.
 
Ein Polizeifahrzeug führt die Kolonne an, sperrt bei Bedarf die Straße und fordert Autofahrer auf, die Straße wegen des Schwertransports mit Überbreite zu räumen. Hier passiert der Konvoi gegen 23:40 Uhr die Einmündung Bahnhofstraße - Jeversche Straße in Hohenkirchen.
 
Am Kreisel beim Dorf Wangerland muss der Auflieger angehoben werden, um am Deichschart vorbei zu kommen. Hierfür ist vorher der angedeutete Deich eingeebnet worden.
Zwischen den Transportern fährt jeweils ein Begleitfahrzeug.
 
Das letzte Fahrzeug des Konvois verlässt den Keisel gegen 23:45 Uhr.
Dies war einer der letzten Transporte der Turmteile für den Windpark Bassens. Es folgen dann noch die Transporte der Flügel.
 
So sieht der Kreisel bei Tage aus und so der Transporter.
 
Der Hydraulikstempel dient zum Anheben und Absenken der Last. Zwei Transporter mit den Turmteilen auf dem Parkplatz in Warteposition vor dem Entladen im Windpark Bassens.
  
Das unterste Turmsegment hat einen Durchmesser von 4,50 m, das nächste von 3,96 m, 3,5m und das 4. Segment misst 2,70 m Durchmesser am oberen Ende, wo nachher die Gondel aufgesetzt wird.

Alle Turmteile am Lagerplatz warten auf den Zusammenbau. Ganz links ist ein Turmteil der alten AN-Bonus zu sehen.

Diese obigen Aufnahmen entstanden an der Baustelle Nr. 01
 
Die Gondel mit dem 3 MW Generator und die Nase sind ebenfalls angeliefert worden.

Nun kann der Aufbau beginnen, wenn das Wetter mitspielt.

An Baustelle Nr 02 ist der kleine Kran in Stellung gegangen, um die unteren Turmsegmente zu errichten.

An Baustelle Nr 05 begutachtet eine Möwe die angelieferten Teile.

Das neue 56,5 m lange Rotorblatt hängt mächtig durch.
  
Am 7. November gegen 14:20 Uhr wird das 3. Turmsegment innerhalb von 5 Minuten aufgesetzt.
Der 500-Tonnen-Kran mit dem 110 m hohen Ausleger steht auf einem befestigten Platz und stützt sich auf 8 jeweils 15 m lange Betonpfähle, die in den Untergrund gerammt wurden.


 
Sobald das 4. Segment fest verschraubt ist, muss möglichst sofort die Gondel aufgesetzt werden, weil der Turm sich bei Wind aufschaukeln kann und ins Schwingen gerät, was den Aufbau stark erschwert.


Am 9.11.2013 sind die ersten beiden Türme errichtet - die Rotoren folgen später.


aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 7.11.2013 Salverius


 
Aufnahmen vom 21.11.2013

Auf der Baustelle Nr. 6 wird der Lastenaufzug aufgenommen
Der hier eingesetzte Kran kann auch bei höheren Windgeschwindigkeiten eingesetzt werden, weil er nicht so hoch ist und die Windgeschwindigkeit an der Kranspitze entscheidend ist.
Sicherheit geht vor und wenn es gefährlich werden könnte, werden die Arbeiten sofort eingestellt!

Der Lastenaufzug wird an Seilen geführt.

Ein Monteur im Turmsegment erwartet das Teil bereits.

Der Aufzug wird ins unterste Segment eingebaut.

Hier ein bildlicher Größenvergleich von neuer und alter Anlage.

An Baustelle Nr. 7 müssen die Arbeiten am 21.11.2013 vorübergehend wegen starken Ostwindes unterbrochen werden.
  
Das Aufsetzen des 4. Turmsegments an Baustelle Nr 07 beginnt gegen 11:40 Uhr

Gegen 11:50 Uhr ist das 4. Turmteil auf das 3. Segment abgesetzt und kann von den Monteuren verschraubt werden.

 
Die Schäkel werden vom Gurtband gelöst und in die Kiste verstaut, danach werden die Monteure vom Hubwagen zur Gondel gehievt, um das Maschinenhaus einzuhängen.
 


 
Ein Blick in das geräumige Maschinenhaus.
 
Noch kann man von hinten nach vorn durchschauen. Kurz vor dem Abheben verstauen Techniker die letzten Kisten mit Montagematerial, bevor die Klappe zu gemacht wird.
 
Nachdem ein 2. Kran die vordere Transporthilfe weggehoben hat, kriecht ein Techniker unter die Gondel, um die Verschraubungen mit dem Transportschlitten zu lösen, dann beginnt der Aufzug gegen 13:50 Uhr.
 

 

 
14:10 Uhr schwebt die Gondel in über 100 Metern Höhe.
 
Nach 25 Minuten hat das Maschinenhaus seinen Standort erreicht.
 
An Baustelle Nr 08 liegen die 3 Flügel zur Montage bereit, um zu einem Rotorstern zusammengeabut zu werden. An den rot-weiß lackierten Rotorenden sind weiße Zacken angebracht.
 
Dies ist der Treppenaufstieg zur Anlage Nr 09 und im rechten Bild wird der Energiecontainer transportiert, der die Anlage mit Strom versorgt, damit die Monteure ihre Arbeit mit elektrischem Werkzeug verrichten können.


An der Bassenser Straße nördlich von Grimmens.

An der Straße von Funnens nach Wollhuse.

Windpark Bassens im Umbruch.

Anlage Nr. 02 erhält das letzte Turmteil.

Links Enercon Anlagen - rechts die Nr. 02 von Siemens, die am gleichen Tag noch ihre Gondel erhält.
 
Gegen 14:15 Uhr geginnen die Aufräumarbeiten auf der Baustelle mit dem Beseitigen der Stützen an den Rotorblättern.
 
Die Rotorblätter werden in Transportposition gedreht und der kleine Kran setzt die Führungs- und Transporthilfe auf das Rotorblatt rechts.
 
Nach Einruch der Dunkelheit beginnt der Aufzug gegen 17:15 Uhr. Die Transporthilfe wird abgezogen und der Rotor hängt nur noch an einem Gurt des großen Krans. Zwei Teams mit je 4 Mann ziehen an langen Seilen und drehen den Rotor in die richtige Position, sobald der große Kran den Rotor bis über die Gondel hochgezogen hat.


Vorsichtig wird der Rotor wieder abgesenkt und langsam gegen das Gehäuse geführt, wo die Techniker bereits warten. Über Sprechfunk verständigt sich das gesamte Team, damit das Andocken funktioniert. Gegen 17:45 Uhr sitzt der Rotor am Gondelgehäuse und muss nur noch verschraubt werden. Damit ist die 6. von 10 Anlagen aufgebaut. Die Herstellung der Anschlüsse an den Generator und ans Netz erfolgt später.

 
An Baustelle Nr. 3 wird die Gondel hochgezogen
 
Die Bodenmannschaften korrigieren die Ausrichtung über die Führungsseile.
 
Gegen 14:30 Uhr sitzt die Gondel auf dem Turm.
 
Aufzug der Flügel bei Nr. 3 und fertige Mühle an Baustelle Nr. 1
Damit sind nun insgesamt 8 von 10 neuen Anlagen komplett aufgebaut und die ersten vier sind bereits in Betrieb.
 
An der Umspannstation in Hohenkirchen geht der Bau seiner Vollendung entgegen.
 
Anlage Nr. 5 wird als vorletzte gerichtet und der Rotorstern montiert (Aufn. rechts vom Jeverschen Wochenblatt, Dörte Salverius)

Wetter erlaubt Montage des vorletzten Rotorsterns

ENERGIE Repowering im Windpark Bassens fast vollzogen - Im März ans Netz

BASSENS/SAL - Im Windpark Bassens ist gestern der vorletzte Rotorstern montiert worden. Nach stürmischer Nacht herrschten am Nachmittag endlich die erforderlichen Windverhältnisse, so dass der Kran den Stern problemlos die gut 90 Meter bis zur Nabe hochziehen konnte. Neun Windkraftanlagen sind damit fertig, für die zehnte und letzte wird gerade der Turm aufgebaut. Im Windpark in Bassens ist im November das Repowering-Projekt angelaufen: Die 34 alten Anlagen werden durch zehn neue, leistungsfähigere ersetzt.
Mit dem Vorhaben ist die Windpark Bassens l GmbH & Co. KG nicht ganz im Zeitplan. Geschäftsführer Johann Ortgies geht aber davon aus, dass sich die neuen Windräder ab Mitte März drehen werden und Strom liefern. Der vom Bundeswirtschaftsminister vorgelegte Reformentwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), der eine Absenkung der Windstrom-Vergütung vorsieht, komme in Bassens nicht zum Tragen, stellte Ortgies fest, zumal das neue EEG nun erst am 1. August in Kraft treten soll.
Die neuen Siemens-Anlagen sind 150 Meter hoch. 92,5 Meter misst der Turm, ein Flügel ist 56,5 Meter lang. Die Windräder haben eine Nennleistung von je drei Megawatt. Zum Vergleich: Die alten Windkraftanlagen sind mit 77 Metern nicht nur niedriger, sondern leisten auch nur 600 Kilowatt pro Stunde.
(Bericht aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 14.2.2014 - Dörte Salverius)
 
Am 19.2.2014 wurden das letzte Turmteil und die Gondel auf Nr. 4 aufgesetzt. Nachts folgte dann der Rotorstern, der am kommenden Tag montiert war. Damit ist die Montage der 10 Siemens WKA abgeschlossen.
 
Nun kann der große Kran abgesenkt und zurückgebaut werden.
 
Der große Kran liegt zwischen zwei WKA am Boden und im Windpark stehen nun alte und neue Anlagen nebeneinander.

In Hohenkirchen wird derzeit die Schaltzentrale verklinkert.

  
Und wieder wird ein Rotorstern abgebaut!
 
Die Monteure warten darauf, dass die Gondel abgebaut werden kann.
 
Schweißer zerschneiden die Turmteile mit Schneidbrennern in "handliche Stücke", damit der Bagger sie auf einen LKW laden kann. Die Teile werden verschrottet, der Stahl wird eingeschmolzen und wieder verwertet.
 
Die Firma Zinsenhofer hat mit den Abbrucharbeiten der 34 alten Fundamente begonnen, wobei der große Bagger den Beton zertrümmert und der kleine die Bewehrung abschneidet und sortiert.

 
Der Schuttberg bei Funnens und aussortierter Stahl- und Elektroschrott.

Standortrest einer zurückgebauten Windkraftanlage.
Am 29. März 2014 laufen alle 10 neuen Siemens Anlagen. Von den alten stillgelegten AN-Bonus müssen noch sieben abgebaut werden.

Zug um Zug erfolgt der Abbau der AN Bonus und der Aufbau der Siemens Anlagen im Windpark Bassens in 2013/2014.

Der neue Park mit allen Anlagen - 3 von Enercon und 10 von Siemens.

 
Die Siemens-Anlage Nr.06 muss repariert werden.
 
Rotorstern und Generatorteil der Gondel werden demontiert.

 
Das Lager wird zur Reparatur in einen staubfreien Raum nach Bremen gebracht. Einige Tage später am 27.8.2014 wird vormittags das überholte Lager angehoben und in luftiger Höhe erneut montiert.
 
Schon von weitem zu erkennen - nachmittags wird der Rotorstern angehoben.
 
Das Bodenpersonal bedient per Seilwinde am Fahrzeug und von Hand die Sicherungsleinen, um den Rotor passgenau auszurichten.
 

 

Nach 15 Minuten ist die Verbindung vom Rotorstern zum Lager hergstellt.


 
Am 2. September 2014 wird die Siemens Anlage Nr. 4 ebenfalls teilweise demontiert, um Reparaturarbeiten durchzuführen.
 
An der Enercon Anlage Nr. 18 - die erste, wenn man sich aus Hohenkirchen nähert - stehen am 26.2.2015 insgesamt 3 Kräne, 2 große und 1 kleiner bereit, um die Rotorblätter zu ersetzen. Alle warten auf das richtige Zeitfenster, damit der Wind keinen Strich durch die Rechnung macht.
 
Neue Flügel für die Enercon stehen bereit, Siemens Nr. 8 wartet auf Reparatur.
 
Während die Siemens Anlage Nr. 8 in der Nähe von Bassens weiterhin still steht, ist die Anlage Siemens 09 innerhalb weniger Tage demontiert und wieder aufgebaut worden. Im rechten Bild ist die Enercon Nr. 18 zu sehen.
 
Links Anlage Siemens 09, die vom 9. - 11.3.2015 repariert wurde. Rechts deutliche Rostspuren am hinteren Gondelgehäuse der Anlage Nr. 10.
 
Die Monteure im Förderkorb befestigen die Flügelspitze am Seil des Kranes.
 
Nachdem der Flügel der Enercon Nr. 18 an beiden Kränen gesichert ist, werden die Verbindungen zur Rotornabe gelöst.
 
In waagerechter Postion wird der Flügel mit Hilfe der beiden Kräne nun zu Boden gelassen und abgesetzt.
 
Auch der 3. Flügel der Eneron wurde am 18.3.2015 ausgetauscht. Einen Tag später war die WKA wieder am Netz und die Lkw transportierten die Kräne und Container ab.
 
Die Siemens Anlage Nr. 5 wird am 19. März 2015 wieder montiert.

Nach erneutem Stillstand und Reparatur geht sie am 20.4.2015 wieder in Betrieb.
Siemens Nr.4 wird innerhalb von 2 Tagen am 23./24. April 2015 erneut repariert.

Am 7. Mai 2015 geht die Anlage Nr. 8 nach über 2 Monaten Reparaturzeit (Stillstand ab Ende Februar) wieder in Betrieb.





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