Erdöl Allgemein  und    "Basis Erdöl"
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Verbrauch Weltweit         

Herstellung von Mineralöl

 

               Inhalt: 1 Einleitung, 2 Kennzeichen,

 3 Entstehung,        

4 Historische Entwicklung,  

5 Die Suche nach Erdöl,                                                        

6 Primärförderung,  

7 Forcierte Erdölförderung,

8 Offshorebohrungen,  

9 Erdölverarbeitung,  

10 Erdöltechnik,          

11 Fördermengen und Reserven 

                          
1. EINLEITUNG 


Erdöl, natürlich vorkommende ölige bis bituminöse Flüssigkeit, die aus verschiedenen organischen Stoffen besteht. 
Erdöl wird als Brenn- und Kraftstoff sowie als Rohstoff für die chemische Industrie verarbeitet. Außerdem verwendet man Erdöl und Erdölprodukte beispielsweise zur Herstellung von Arzneimitteln und Dünger, Nahrungsmitteln, Kunststoffen, Baustoffen, Farben (siehe Farbstoffe) und Textilien (siehe Textilindustrie) sowie zur Stromerzeugung (Brennstoffe). Unbehandeltes Erdöl wird auch Rohöl genannt. Erdöl zählt neben Erdgas und Kohle derzeit zu den wichtigsten Energieträgern. Das bislang älteste Erdöl ist Funden in Australien, Kanada und Südafrika zufolge rund drei Milliarden Jahre alt.
Verschiedene Studien prognostizieren, dass spätestens bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts die weltweiten, wirtschaftlich nutzbaren Erdölreserven erschöpft sein werden (siehe Weltenergieversorgung).


2. KENNZEICHEN 


Erdöle bestehen chemisch zum großen Teil aus Gemischen von Hunderten oder Tausenden von Kohlenwasserstoffen. Daneben enthalten sie schwefel-, stickstoff- und sauerstoffhaltige Verbindungen in verschiedenen Anteilen. Der Schwefelanteil liegt z. B. zwischen circa 0,1 und 5 Prozent. Erdöl setzt sich aus flüssigen und festen Bestandteilen zusammen. Kleine Mengen gasförmiger Verbindungen sind ebenfalls im Öl gelöst. Bei größeren Gasmengen kann Erdöl zusammen mit Erdgas in der Lagerstätte vorkommen (siehe Brenngas).
Im Rohöl findet man drei Hauptbestandteile: Alkane (kettenförmige Paraffine), Cycloalkane (gesättigte Ringverbindungen, die man traditionell auch als Naphthene bezeichnet) und aromatische Verbindungen (ungesättigte Ringverbindungen). Die paraffinischen Rohöle bestehen aus Verbindungen, bei denen die Zahl der Wasserstoffatome immer um zwei höher ist als die doppelte Zahl der Kohlenstoffatome. Bei den Cycloalkanen bestehen die Moleküle aus doppelt so vielen Wasserstoffatomen wie Kohlenstoffatomen. Die aromatischen Verbindungen sind cyclische Verbindungen mit einer besonderen, stabilen Elektronenanordnung im Molekül. Zu ihnen zählen eine ganze Reihe von Verbindungen (z. B. Benzole, Phenole, Anthracene).
Siehe auch Asphalt; Benzin




Quelle: Encartalexikon